Zum Meister des Tees – Ein Besuch im Cha Dao!
-Hier nehme ich dich in Kürze mit zu einem Besuch eines der größten Tee-Experten Deutschlands und gebe dir Einblicke in eine sehr chinesische Tee Verkostung auf deutschem Boden!-
Zum Meister des Tees – Ein Besuch im Cha Dao!
-Hier nehme ich dich in Kürze mit zu einem Besuch eines der größten Tee-Experten Deutschlands und gebe dir Einblicke in eine sehr chinesische Tee Verkostung auf deutschem Boden!-


Faszinierend fand ich auch, dass so viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen (Ukraine, Weißrussland, Deutschland, Spanien, Iran, Senegal um nur die zu nennen an deren Herkunft ich mich explizit erinnere) im Laufe des Abends dort zusammenkamen. Jede Kultur kennt Tee auf irgendeine Art und Weise und bei allen ist er grundsätzlich mit positiven Assoziationen verbunden. Auch für die Menschen, die noch nicht wirklich gut Deutsch sprechen konnten, bot sich am Teebrett ein kleiner Moment der Pause vom gezwungenen Smalltalk oder Tanzen. Alle Achtsamkeit auf die bernsteinfarbene Flüssigkeit des Tees gerichtet, intensiv die sich entfaltenden Aromen in sich aufnehmend, die Schönheit des Arrangements genießens stellte sich sofort ein Gefühl der Gemeinschaft und Nähe ein, man kann reden, kann aber auch die Stille genießen, dem Gespräch der anderen Lauschen, während man im Kreis um das Brett sitzt.


Hier stelle ich dir ein paar meiner Lieblingsorte vor!
Gut. Der Westfalenpark kommt für Dortmund-Kenner wahrscheinlich absolut vorhersehbar und unüberraschend so wie vermutlich auch Punkt 4! Jedoch verdient wie ich finde! Ein absolutes Chamäleon unter den Parks bietet er für jede Altersgruppe hübsche Fleckchen. Je nach Jahreszeit kann man sich im Rosarium unter prachtvollen Rosenbüschen auf dem Rasen niederlassen, direkt im Schatten an dem Kneipp´schen Wassertretbecken oder in Sichtweite der Kinderspielplätze, wenn man die Küken dabeihat, in der Hoffnung, dass die Spielgeräte einem Zeit für ein paar besinnliche Minuten verschaffen. Ein fernöstliches Ambiente strahlt der wunderschöne japanische Garten inmitten einer liebevoll gestalteten Wasserlandschaft inmitten des Westfalenparks aus. Der Teepavillon schreit geradezu nach einer Teezeremonie! Leider gibt es keine Bank oder ein Tischchen im Teepavillon, da lohnt es sich Sitzgelegenheiten wie Decken oder Klappmöbel mitzubringen!
Ich liebe Tee trinken am Wasser. Vermutlich beruhigt es einfach meine Nerven und zudem finde ich Enten obersympathisch. Weniger sympathisch sind die Kack-Flecken die man später überall auf der Unterseite seiner Picknickdecke findet, aber man kann nicht alles haben. Der Rombergpark überzeugt mit uraltem Baumbestand, vielen Bänken von denen aus man Passanten auf einen Schluck einladen kann und einer wundervollen Vielfalt an Rhododendron Büschen an dem kleinen Hang schräg hinter dem historischen Torhaus. Es gibt einen tollen Rundweg um den See. Entlang des Sees kann man sich innerhalb der Woche recht ungezwungen niederlassen, an sonnigen Wochenenden oder zu Veranstaltungen würde ich davon abraten, da es schnell recht voll wird.
Dieser geschichtsträchtige Ort muss ein paar Mal im Jahr bei uns auf dem Programm stehen. Den Berg hochlaufen, Tee Zeug mitschleppen, Aussicht genießen, in den Wald pinkeln und wieder runter laufen. Die Aussicht über Ruhrtal und den Hengsteysee ist immer wieder atemberaubend und ich glaube Ruinen (zumindest im Sonnenschein 🙂 mag jeder! Die Architektur mit Mauern und Treppen bietet demjenigen der Decken mitgebracht hat, genügend Gelegenheiten ein kleines Teebrett windgeschützt aufzustellen und sich von Pracht und dezentem Größenwahn der Bauherren fesseln zu lassen. Wenn das heiße Wasser alle ist, kann man immer noch um den Hengsteysee spazieren oder beim Campingplatz (oder im Casino 😉 höflich um mehr heißes Wasser bitten.
Ja, mir ist durchaus bewusst, dass ich mich hier für eine Mülldeponie stark mache. Dieser menschengemachte “Berg” im nördlichen Dortmund direkt hinter dem Hafengebiet wird seit fast 30 Jahren jedoch nicht mehr für solch schändliche Zwecke genutzt und wir sind jedes mal entzückt, wenn wir den Wanderschäfer mit seinen Schafen und Kangals begegnen, Falken beim Mäuse jagen beobachten oder einfach nur die unfassbar schöne Aussicht über unser geliebtes Dortmund genießen. Zu sehen gibt es nicht nur die “Klassiker” wie Hafenamt, U-Turm und Florian. Vom Deusenberg kann man viele Container- und Hafenkräne beobachten, den alten Malakow-Turm, die alte Zeche Hansa mit ihren filigraneren Fördertürmen und schließlich auch das hässliche IKEA-Zentrallager. Dennoch bringe ich immer wieder Besucher und Gäste auf den Deusenberg, je größer ihre Vorurteile gegen das Ruhrgebiet, desto schneller jage ich sie auf den Deusenberg hinauf. Schnaufend oben angekommen und mit einem heißen Schlückchen Tee versorgt, die Nase im immer wehenden Wind, im Gras sitzend, bricht es aus den meisten wie bei der Beichte heraus: “Ich hätte nie im Leben gedacht, dass Dortmund so schön ist.”
Wasser. Wasser, Wasser, Wasser und Bötchen. Wer es -wie ich- sehr industriell mag, geht direkt bei der U-Bahn Haltestelle “Hafen” an die Kaimauer, baumelt die Füßchen über die Kante und trinkt seinen Tee im Industriehafen mit Blick auf Schiffe, Möwen und das alte Hafenamt. Wer ein bisschen mehr Grün zu seinem Tee möchte, der muss ein bisschen weiter raus fahren oder laufen Richtung Deusen, am alten Hafenamt vorbei (Haltestelle “Franziusbrücke”). Interessant und ruhig ist es auf Höhe des Ruderclubs “Germania”. Da kann man beim Tee beobachten wie der “Deutsche Bullen-Achter” trainiert (und die Jungs sind schnell!!) oder eine Bisamratte die Nonnengänse um ihr Brot betrügt. Wenn man über die Brücke läuft gibt es sogar eine Bank, von der aus man je nach Belaubungsgrad der Ufervegetation den Deusenberg sehen kann (ja ich mag den Deusenberg auch einfach als Landmarke). Wenn es einem warm genug ist (sag ich extra weil ich im März Langstreckenschwimmer im Neopren beobachten konnte!!) ist der Kanal übrigens ein vorzügliches Badegewässer. Nur die Bitte an alle: Räumt euren Müll weg. Das ist das einzige was das sommerliche Tee- und Badevergnügen trübt und einfach zu vermeiden wäre.

Ansonsten probiert es aus. Natürlich gibt es noch super clandestine oder zufällige Orte. Die sind wahrscheinlich nicht wirklich einfach zu erreichen und bei den hier aufgezählten Orten mag ich, das man nur ein paar Meter weiterzulaufen braucht falls nervige Zeitgenossen, tote Ratten oder Grillreste euren Teegenuss zu stören drohen. Falls ihr absolute Hammer-Orte kennt, die ich unbedingt in diese Liste aufnehmen sollte schreibt mir gerne ne Mail. Wir werden uns vorsichtig mit dem Teebrett nähern 😉

Wir waren mal wieder mit unserem T3 Bus Cosmos unterwegs, so dass wir im Notfall auch eine Kochgelegenheit dabei gehabt hätten. Nun war bereits das Einkaufen im Frühling /Frühsommer eine solche Freude, dass ich das Frühstück bereits aus reiner Rohkost sehr befriedigend fand. Frischeste Erdbeeren, Radieschen, welche bergeweise direkt aus den Gärten an der Straße verkauft wurden, Frühlingszwiebeln und Gürkchen!
Im Silpo in Czernowitz fand ich zudem eine ganze Bandbreite eines meiner Lieblingssnacks: Auberginenkaviar! Dieses aufregende Vorspeisengericht hatte ich fast vergessen seit mich meine Schwiegermutter einmal damit verzückt hatte (“po-domaschnemu?” hausgemacht? “kanieschna”- natürlich!
Hier fand ich dieses und ähnliche Variationen in etlichen Gläsern und Regalreihen. 
Mein absoluter Favorit: Auberginenkaviar sowieso und Bohnen mit Pilzen in Tomatensauce (Kwasolja s gribami)! Meine Küken fanden die Variation mit Möhren sehr spannend und mein Falke liebt ein etwas schärferes “Sakuska” mit Chili. Dazu habe ich absolut überzeugende “Chrustiki” gefunden, mehlfreie rawfood Cracker aus Weizenkeimen und Seealgen auf Basis von Sonnenblumenkernen und Leinsamen. In manchen Silpos gibt es auch leckeres mehlfreies Brot nur aus Körnern! Lustigerweise (das wusste mein Falke auch nicht) wird “Vollkorn” in der Ukraine mit “Fullkorn” übersetzt. Also auf der Suche nach einem Vollkornbrot kann man das Wort “Fullkorn” selbstbewusst in den Mund nehmen! (Chleb bedeutet übrigens Brot!)
In den meisten größeren Lebensmittelgeschäften kann man an der Theke fertige Salate und warme Speisen kaufen.
An veganen Optionen gibt es auch herrliches Grillgemüse, Reis und Nudeln mit und ohne Gemüse, gebratene Bohnen, eingelegtes Gemüse und viele interessante Optionen. Die günstigsten Varianten fingen irgendwo bei 4 Grivna je 100g an (32 Grivna sind ca. 1 Euro!). Interessehalber probierten wir fast alle veganen Optionen einmal durch und kauften uns auch die ein oder andere leckere Sauce dazu wie z.B. Sesamsaucen die sonst meist zu Sushi und Algensalat gereicht werden, Granatapfelsirup den man hier in arabischen oder türkischen Läden nachkaufen kann oder ganz klassisch Sojasauce. In dem Silpo in Czernawitz habe ich einen absolut köstlichen Brokkoli-Salat kennen lernen dürfen, den ich Zuhause nachgebastelt habe. (Das Rezept wird dich umhauen- Glaub mir ich habe Brokkoli vorher gemieden wie der Teufel das Weihwasser!)

Wir waren erfreut, als wir für unseren Kaffee auch vegane Milchalternativen fanden. Buchweizen”milch” war hier in der ukrainischen Schweiz die günstigste der Milchalternativen, wobei mit 32 Grivna für ukrainische Verhältnisse recht teuer! Wer in der Ukraine die Sojamilch für fast 4 Euro bezahlen kann blieb mir schleierhaft und ich hatte selbst auch keine Lust soviel Geld auszugeben. Die Buchweizen”milch” war überdies lecker und flockte nicht im Kaffee! Regale mit fragwürdigen Fleischersatzprodukten (“wie” Chicken Wings, “wie” Salami, “wie” Entenfleisch…) wie zur Zeit in Deutschland blieben uns in den Karpaten erspart. In dem Silpo unserer Wahl gab es zwei Sorten Tofu, beide scheinbar vor Ort produziert und die waren für Tofu geschmacklich voll ok!
Natürlich blieb unsere Grundlagenforschung nicht bei Märkten und Lebensmittelgeschäften stehen. Wir wollten endlich die angenehmen Restaurantbesuche mit einer gaumenkitzelnden Vielfalt neuer Genüsse, auf die wir hier in Deutschland im Alltag mangels Angebot bzw. Bezahlbarkeit verzichten!

Wir tasteten uns über Salate mit Hummus, fisch- und eifreies Sushi und dergleichen an die vegane Kulinarik heran. Mein Falke erklärte unermüdlich die Bedeutung von “vegan” bis eines Tages ein raffinierter Kellner auf ukrainisch fragte: “Ah, Sie meinen Fastenspeisen?”. Mein Falke sah mich an und schlug sich vor den Kopf! “Ich Idiot, das ganze orthodoxe Fasten funktioniert doch überwiegend vegan”. Seitdem verzichteten wir auf skeptisch aufgenommene Erklärungen was “vegan” bedeutet und nehmen einfach das überall verbreitete, verständliche und auch absolut akzeptierte Wort für “orthodox Fasten”. Während wir mit der “veganen Erklärung” Skepsis und auch leichten Unwillen, wegen so vieler komplizierter von der Küche zu beachtenden Verzichte erfahren haben, standen uns mit der “orthodoxen Erklärung” alle Küchen offen!
In der Restaurantküche des Freizeitparks eines Oligarchen bekamen wir sogar veganen “Käse” auf unser Gemüsegericht und es wurden extra vegane süße Wareniki mit Halva gefüllt kreiert. Die orthodoxe Fastenzeit lag da noch nicht weit zurück (und überhaupt wird in der Ukraine häufig und weit verbreitet gefastet) und so waren Zutaten und Rezepte noch frisch abrufbar.

In meinem liebsten georgischen Restaurant gab es ebenfalls veganen Hummus aber überraschend mit phantastischen eingelegten Pflaumen und Bohnenmus.
Ein absoluter Klassiker der orthodoxen Fastenküche und auch in jedem noch so kleinen Gasthof abseits der großen Straßen rund ums Jahr bestellbar sind Reibekuchen (Kartoffelpuffer) die fastentauglich, also ohne Ei und Schmand bestellt werden. Klassische Beilagen dazu sind (eingelegte) Pilze und z.B. Krautsalat. Super lecker, befriedigend und absolut vegan. Dieser Urlaub hatte mit Verzicht so absolut gar nichts gemeinsam. Spätestens nachdem ich herausgefunden hatte, dass fast das komplette Eis- Sortiment in der Czernowitzer Flaniermeile aus pürierten Früchten (und Zucker) und sonst nichts (!) besteht, konnte ich mich nicht mehr beherrschen und habe geschlemmt als gäbe es keine Wiederkehr. Übrigens ist Schlagsahne zum Eis in der Ukraine absolut unüblich. Kaum ein Rezept, welches durch Smetana (Schmand) nicht vollendet wird, aber mein heimlicher Hauptgrund um Eis zu kaufen – die Schlagsahne, findet in der Ukraine keine Unterstützung.

Es gab auch absolut hinreißende Bratäpfel Diese jedoch in Honig ertränkt! Wer absolut auf tierische Produkte und konsequenterweise dann auch auf Honig verzichten möchte, muss dies extra hervorheben (Bez Mjöd! Ohne Honig!). Denn in dem orthodoxen Fasten wird Honig nicht zu den tierischen Produkten gezählt und darf uneingeschränkt verzehrt werden. Ich schreibe euch bei Gelegenheit mal ein typisch orthodoxes Rezept für einen Fastenkuchen hier in den Blog. Ihr werdet überrascht sein, wie süß ein Kuchen schmecken kann. Ukraine- ein süßes Leben nicht nur für Veganer!
Hier habe ich euch ein Buch verlinkt (Affiliate Link – Ich bekomme eine kleine Provision falls du über meinen Link etwas kaufst, ohne dass es dich etwas zusätzlich kostet). Vegane ukrainische moderne und traditionelle Küche! Ich freu mich!
Pelmeni (Russisch: пельмени) sind wohl die bekannteste russische Teigspeise neben Bliny. Die kleinen gefüllten Teigtaschen ähneln Tortellini und ihre ukrainischen Brüderchen heißen Wareniki (Russisch: вареники). Klassischerweise werden sie mit Hackfleisch gefüllt und mit Schmand oder Butter serviert.


Bei Gelegenheit werde ich probieren, diesen Genuss zu Hause nachzuempfinden und meine Erfahrung hier teilen, bis dahin werden wir uns mit dem klassischen Rezept wohlig und satt halten:
Salz, Pfeffer, evtl. Knoblauch
Zum Servieren:
Das Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde formen. Hier hinein kommen die Eier, das Wasser und das Salz. Nach gründlichem und liebevollem Kneten des Teiges (bei der Teigherstellung ist die Liebe immer besonders wichtig, sonst gelingt er nicht, sagt Tötja (тетя= Tante) Luda), muss der Teig ein halbes Stündchen ruhen.
Zwiebeln fein hacken und mit dem Fleisch und den Gewürzen vermischen.
Wasser in einem großen Topf zum Kochen anstellen. Wir nehmen meistens Gemüsebrühe um die Pelmeni zu garen.
Teig dünn ausrollen und auf eine Pelmeni- Form legen. Mit dem Finger die Mulden vorbereiten und kleine Portionen Fleisch hineingeben, bis alle Mulden gefüllt sind. Eine weitere Schicht Teig ausrollen und oben als letzte Schicht auflegen. Mit dem Nudelholz mehrmals über diese letzte Schicht rollen, bis sich die Form durch den Teig drückt und die Pelmeni vereinzelt werden. Form drehen und auf die Unterlage klopfen, so dass die Pelmeni sich lösen.
Pelmeni in kochendes Wasser bzw. Brühe geben, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Mit Schöpfkelle abschöpfen und mit etwas Butter, Schmand, frischem Dill und Salz und Pfeffer garnieren.
Wir nutzen eine praktische Pelmeni-Form, die du z.B. hier bestellen kannst. Das ist ein Affiliate-Link, das heißt wir bekommen eine kleine Provision von Amazon, die uns beim Aufbau des Blogs unterstützt. Dir entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Wenn du keine Form hast oder es erstmal so ausprobieren willst, kannst du mit einem Wasserglas Kreise aus dem Teig ausstechen und die Pelmeni manuell füllen und formen. Bei unserer hungrigen Bande hat sich jedoch die Pelmeni-Form vielfach bewährt 🙂


Auch jetzt gucke ich kritisch, als er einen Schraubenzieher aus dem seitlichen Bus Regal rausfingert und mit dem kleinen Münzchen die Unterlage schafft, um den Korken mit wenigen, gezielten Schlägen auf den Griff in die Flasche zu treiben. Ich muss unwillkürlich an Loriots unvergessliches „Korkt der? Mein Mann fragt immer ob er korkt!“ – „Worauf Sie sich verlassen können!“, der Familie Hoppenstett denken.

Als bekennender Kork-Fan (Hast du schonmal einen Iberischen Luchs gesehen?) schreckt mich der Gedanke an Korken im Wein nicht. Meine Gedanken wandern zu der Münze, die sich mittlerweile sanft am Flaschenboden abgelegt hat. „Durch wieviele Hände die seit 1990 gewandert sein mag…“, reminisziere ich laut, auch weil ich den Triumph meines Falken über die Flasche angesichts meines angekratzten Egos noch nicht ganz anerkennen mag. „Mama“-haucht er mir sanft ins Ohr, während er großzügig einschenkt, „Genau das ist das Geheimnis wirklich guten moldawischen Weins!“. 10 Kopeken- Ich bin auf den Geschmack gekommen.
